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Ausflug an den Zipfel von Indien

 

15.03.-17.03.2018

Nach Tradition aller Freiwilligen, machten wir uns auch auf den Weg nach Kanyakumari. Es ist der Heimatsort von unserer Mentorin Shamila und weiteren Angestellten des YMCAs. Arul, der im Boyshome lebt und auch von dort stammt, begleitete uns. Mit dem Abendzug erreichten wir mit etwas Verspätung schließlich Kanyakumari und machten noch einen kurzen Halt bei seinem Elternhaus, um Abend zu essen, bevor wir zu unserer Bleibe bei einem YMCA Hostel gingen.

 

Am nächsten Tag liefen wir ca. 20min Richtung Meer. Von dort aus ging es mit einem Boot auf eine kleine Insel in Reichweite, um eine Gedenkstätte anzuschauen. Uns begleiteten sehr viele indische Touristen, von verschiedenen Teilen Indiens. Alle waren echt komplett verrückt drauf. Sie schubsten und drängten und machten überall Fotos. So viele verrückte Menschen habe ich noch nie auf einmal gesehen ^^ Die Vorstellung in Deutschland von Urlaub machen, ist einfach eine komplett andere als hier. In Deutschland geht es um Entspannung und Erholung. In aller Ruhe Plätze zu sehen. Hier geht es um nur um Bilder und allen Familienmitgliedern und Freunden zu zeigen, ich war da. Es ist einfach eine komplett andere Mentalität. Nachdem wir sehr lange auf ein Bott warten mussten, um wieder zurück zu kommen, besorgten wir uns auf dem Rückweg zum Hostel erstmal etwas zu Essen und machten anschließend einen Mittagschlaf. Durch die Hitze haben Selli und ich uns auch einen kräftigen Sonnenbrand geholt. Wir haben am Morgen total vergessen uns einzucremen. In Madurai schützt uns schließlich der Smog vor den ganzen UV- Strahlen.

 

Als wir uns wieder erholt haben, liefen wir erneut runter zum Wasser. Dieses Mal zeigte uns Arul, die Stelle, an der sich die 3 Meere (indischer, arabischer und bengalischer Ozean) berühren. Deshalb war es da auch sehr windig, und wir mussten schauen, dass uns der Chudhi nicht wegfliegt und wie wir es schaffen neben her noch ein schmelzendes Eis zu essen. Außerdem besichtigten wir uns noch ein wichtiges Gebäude von Gandhi und genossen die Aussicht, die man von dem Gebäude aus hatte. Den Abend ließen wir am Meer sitzend ausklingen.

 

Mitten in der 2. erwachend musste ich erschreckend feststellen, dass Selli am Spucken war. Sie lag mit Schwindelgefühl und krampfenden Händen im Bad. Es war wie in unserer ersten Nacht in Indien. Sofort weckte ich Arul im Nebenzimmer auf, damit wir ins Krankenhaus fahren konnten. Selli wurde schließlich eine Infusion gelegt und es ging ihr schon ganz bald besser. Vermutlich lag es am Abendessen oder aus sonst irgendwelchen, unwissenden Gründen. Unseren Plan, zu Wasserfällen und zu einer langen, hohen Brücke zu fahren, mussten wir deshalb leider umstellen. Mit dem Auto hätten wir über eine Stunde dorthin fahren müssen. Wir besichtigten gegen Mittag daher einen Waterkottai. Das ist eine alte Festung. Für Inder wird es nun als Pärchenplatz verwendet. Anschließend fuhren wir erneut zu Aruls Elternhaus. Ganz frisch tranken wir Kokosnusswasser und besuchten noch Nachbarn von ihm. Selli fühlte sich noch sehr schwach und legte sich noch etwas hin. Ich kuschelte so lange mit dem Haushund von Arul. Gegen Spätnachmittag ging es zu einem anderen Strand bei Kanyakumari, wo uns Arul zeigte, wie man Krebse fängt. Wir beide genossen noch eine ganze Weile die Aussicht auf das Meer, während Arul weiter Jagd auf Krebse machte. Bevor wir zum Abendessen zu Shamilas Eltern fuhren, schauten wir noch bei Selvin, der auch im boyshome lebt und im YMCA Büro arbeitet, vorbei. Wir lernten seine Frau und beide Kinder kennen. Ganz stolz zeigte uns das neue, rießige Haus, das er gerade baut. Leider, hatten wir nicht sehr viel Zeit bei ihm, da wir pünktlich weiter mussten.

 

Die Eltern von Shamila kochten uns ein wirklich sehr, sehr leckeres Essen. Selten habe ich so etwas Gutes gegessen in Indien. Der Vater konnte auch ziemlich gut Englisch sprechen. Beide haben bereits Bekanntschaft mit ziemlich allen Ehemaligen Freiwilligen gemacht. Vivian und Marei, die letztes Jahr hier waren, schliefen sogar das Wochenende über in Shamilas Elternhaus. Vor dem Haus befand sich auch ein kleiner Garten, den der Vater mit Leidenschaft pflegt. Um 10 Uhr abends hieß es dann auch schon wieder Abschiednehmen, von einem kurzen Wochenendtrip am Meer.

 

Geburtstagstrip nach Kumily

 15.02.-17.02.2018

Nach dem der geplante Trip eine Woche zuvor ja leider gecancelt ist, haben Selli und ich es diese Woche doch noch nachholen können. Nach der 4-stündigen Busfahrt sind wir abends in dem total schönen und gemütlichen Homestay angekommen. Es ist ziemlich westlich und speziell für Touristen eingerichtet. Ich habe mich dort echt superwohl gefühlt!

Nach einer sehr erholsamen Nacht, haben wir erstmals ganz gemütlich einen Kaffee getrunken und sind dann weiter in die Stadt hinein gelaufen, um zu frühstücken und uns etwas zu orientieren. Die Stadt liegt mitten im Grünen und wir beide haben es total genossen einfach etwas rum zu schlendern. In der Stadt hat uns dabei ein Mann aus Dänemark angesprochen und nach einem längeren, interessanten Gespräch, schenkte er uns eine Eintrittskarte für ein Tiger Reserve. Daher entschlossen wir, nachdem es etwas kühler geworden ist, am Spätnachmittag noch etwas dort durch zu laufen. Wir sind auf viele Touristen und auch Affen getroffen. Der Weg, den normalerweise alle Touristen mit einem Bus fahren und den wir gelaufen sind, verlief komplett durch einen Wald. Eigentlich ist das Ziel eine Bootstour. Daher, dass aber alles so überfüllt war und es auch nicht so billig war, sind wir nur im Reserve rum gelaufen. Abends saßen wir bei einer Art Bistro, das gegenüber von unserem Homestay war und haben den Abend mit Bananenshake, Tee und Gesprächen mit anderen Weißen ausklingen lassen.

An unserem zweiten und leider gleichzeitig unserem letzten Tag in Kumily, wachte ich vor Selli auf und setzte mich auf die Dachterrasse. Dabei hörte ich mir bei der Morgensonne eine Predigt an. Das war ein echt sehr schöner Morgen, an dem ich Kraft auftanken konnte. Daher, dass wir schon am Nachmittag den Bus zurück nach Madurai nehmen wollten, blieb uns nicht so viel Zeit für Unternehmungen. Daher entschieden wir uns für einen Spice Walk, den wir über das Internet ausfindig gemacht haben. Das Ganze hat sich allerdings zum Schluss anders entpuppt als erwartet. Der Spice Walk war bei einem sehr luxuriösen Hotel angelegt. Es handelte sich um ein großes Anwesen mit mehreren kleinen Villen, die pro Nacht 200€ kosten. Anfangs dachten wir, wir sind hier total falsch und es handelt sich definitiv um ein Missverständnis. Die Angestellten allerdings begrüßten uns total freundlich und versicherten uns, dass wir richtig sind. Normalerweise würden sie für eine Führung etwas Geld verlangen. Bei uns wollten sie es jedoch so handhaben, dass wir auf tripadvisor ein Feedback schreiben. Im Gegenzug müssen wir nichts dafür bezahlen. Die Führung wurde von einer Frau geleitet, die sehr gut Englisch sprechen konnte. Sie erklärte uns ganz viele verschiedene Gewürzpflanzen und für was sie eingesetzt werden. Trotz der sehr interessanten Führung, fühlten Selli und ich uns nicht so richtig wohl, da es diese Anlage überhaupt nicht unserer Preisklasse entsprach und es sich falsch angefühlt hat diese Führung direkt bei dem Hotel zu machen. Somit waren wir beide sehr froh und erleichtert, als wir wieder draußen waren. Nach diesem seltsamen Nachmittag, ging es leider auch schon wieder auf den Weg zum Bus.

 

Kodaikanal

 

 25.09.-28.09.2017

Unser erster Kurzurlaub startete früh morgens um 5.30 Uhr. Mit dem Bus waren wir schlussendlich fast 5h unterwegs. Dazu muss man sagen, dass die Busfahrt wirklich chaotisch war und sehr, sehr billig. Während der Fahrt steigen die Leute einfach so aus. Daher dass es keine Türen gibt, ist es umso einfacher. Wir saßen ganz hinten im Bus. Dadurch wurden wir kräftig durchgeschüttelt. Die Straßen sind unvergleichbar zu Deutschland: Schlaglocher und viele "bumps". 

Kodaikanal ist ein sehr schöner Ort in den Bergen mit sehr viel Natur und angenehmen Temperaturen (für uns schon fast zu kalt). Untergebracht waren wir in einem kleinen Hotel namens "Snooze in". Kaum sind wir angekommen, besprachen wir mit einem Tour-Guide unsere Sightseeing Pläne. Für den ersten Tag stand am Nachmittag eine Trekking-Tour zu einem Wasserfall und Aussichtspunkten an. 

 

Verpeilt wie wir waren, starteten wir die Trekking-Tour mit Flipflops. Hinterher musste ich mit einer halb abgefallenen Schuhsohle laufen. Unsere Schuhe waren einfach nicht für die Wege gemacht... Trotz diesem kleinen Problem hatten wir einen wunderschönen Tag. Beim Wasserfall sind wir zum Teil durch das Wasser gelaufen, aber auch durch Wald, der auf uns wie ein Dschungel wirkte. Nach dem Wasserfall brachte uns unser Tour-Guide zu der Tour mit Aussichtspunkten. Um zu ihnen zu kommen, mussten wir allerdings sehr steile, glatte und verwurzelte Wege gehen. Die Anstrengung hat sich aber definitiv gelohnt! Die Aussichten waren gigantisch. Anfangs dachten wir, wir müssen nur runter laufen und werden von unserem Guide abgeholt. Später hat sich rausgestellt, dass wir alles wieder hoch laufen müssen. 

 

Am nächsten Tag stand eine weitere Tour zu verschiedenen interessanten Orten auf dem Plan. Dafür wurde uns ein anderer Tour-Guide geschickt. Als erstes liefen wir einen Rundgang von dem man einen wunderschönen Ausblick hatte. Leider konnte man nicht ganz so viel sehen, wie sonst, da der Nebel alles verdeckt hatte. 

Auf der Fahrt zwischen den Attraktionen lies unser Fahrer englische Lieder, wie "Single Ladies" oder "Barbie" laufen. Wir fanden es sehr amüsant und haben lauthals mitgesungen und getanzt. Lieder, die wir verstehen und kennen, hört man sonst so gut wie gar nicht. 

Unter anderem sahen wir uns den Guna Cave, den Moir Point oder einem sehr interessanten Wald mit Pferdereiten an. Als wir jeweils bei den Attraktionen waren, wurden allerdings wir zur Attraktion. Unmengen von Personen kamen zu uns und wollten alle Bilder machen. Man konnte sich kaum retten. Anfangs fanden wir es witzig, doch das hielt nicht lange an. Wir konnten die Tour nicht mehr wirklich genießen, da alle nur Bilder von uns wollten.

Als wir uns am Abend auf die Suche nach Essen gemacht haben, entdeckten wir einen Laden, namens "Domino's Pizza". Es sah wie eine Fastfood-Kette aus und wir konnten uns natürlich nicht zurückhalten und gönnten uns erstmal eine. Die Pizza hat wirklich sehr, sehr lecker geschmeckt und es tat gut, mal wieder etwas westliches zwischendurch zu essen!

 

Am dritten Tag und somit auch unserem Abreisetag, liefen wir einmal rund um den kleinen See in Kodaikanal. Für mich war es der Bodensee in Kleinformat. Auch diesen Ausflug haben wir sehr genossen. Kodaikanal hatte etwas Ähnlichkeit zu Deutschland, mit der Natur und der reinen Luft.

 

Nach dem Mittagessen machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg. Die Rückfahrt mit dem Bus fanden Selli uns ich besonders witzig. Es ging nun bergab und der government Bus drückte ordentlich aufs Gaspedal. Dadurch, dass die Straße auch noch ein paar Schäden hat, wie ihr schon wisst, gestaltete es die Fahrt umso verrückter.